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Keine Unfälle mehr an der K32!

Resolution zur dringenden Änderung der Verkehrssituation Einmündung K 32 / L426 in Ober-Olm

Die Anzahl der schweren Unfälle in den letzten Jahren an der Einmündung der K32 auf die L426 sind uns Grundlage genug, auf eine dringend erforderliche Änderung der Verkehrssituation in diesem Bereich zu drängen. Wir können die zuständigen Stellen in Ingelheim und Worms nicht verstehen, die hier trotz häufiger Unfälle und vielen gefährlichen Verkehrssituationen (Beinaheunfälle, die nicht registriert werden!) und mehreren Todesfällen keinen Handlungsbedarf sehen und sich auf nicht mehr aktuelle Verkehrszählungen und auf bürokratische Gründe berufen.

pdfResolution zur Änderung der Verkehrssituation K32! Unterschriftenliste
pdfResolution zur Änderung der Verkehrssituation K32 - Plan

In einer gemeinsamen Resolution der im Rat vertretenen Fraktionen setzt sich die Gemeinde Ober-Olm für die Verbesserung der Verkehrssituation an der Einmündung der K 32 auf die L426 ein. Diese Einmündung ist als sehr gefährlich einzustufen und muss dringend entschärft werden, um weitere Verkehrsunfälle mit Todesfolge zu verhindern. Es ist unser aller Anliegen diese Veränderung kompromisslos und schnellstens herbei zu führen. Als gewählte Vertreter der Bürgerschaft ist es unsere vordinglichste Aufgabe, Schaden von Menschen und der Gemeinde abzuwenden. Deshalb müssen wir als Bürgerschaft solidarisch zusammenstehen, um diesen Unfallschwerpunkt zu eliminieren.

Zur Entschärfung dieser gefährliche Situation ist schon seit Jahren eine Linksabbiegespur geplant, die von Mainz her kommend auf der L426 eingerichtet werden soll aber bisher nicht realisiert wurde. Mittlerweile ist diese Idee bereits mehr als 15 Jahre alt und berücksichtigt heute in keiner Weise die veränderten Verkehrsströme und Geschwindigkeiten.

Inzwischen ist die Anzahl der Fahrbewegungen deutlich gestiegen:

  • die L 426 dient als Zubringer der A60 zur AS Mainz-Lerchenberg
  • aus Richtung Wolfsheim / Jugenheim / Stadecken / Essenheim ist die L 426 sehr stark frequentiert und wird mit hoher Geschwindigkeit (trotz punktuellem Tempolimit) befahren
  • die L426 ist mehr denn je die Entlastungsstrecke für Staus auf dem Mainzer Ring oder der A63
  • vermehrt queren Radfahrer und Fußgänger die Landesstraße, um zum Naturschutzgebiet Ober-Olmer Wald zu gelangen

Bisher wurde der Bau der Linksabbiegespur aus uns nicht bekannten Gründen (Kosten?) immer weiter verschoben, obwohl bereits Baurecht besteht.

Wir fordern die Planungen zu ändern und zeitnah umzusetzen, denn eine Linksabbiegespur der K 32 ist für die Ausfahrt von Ober-Olm kommend nutzlos. Die Einmündung der K32 zur L 426 wird von vielen Verkehrsteilnehmern gemieden, stattdessen wird die Ausfahrt an der Kreuzung L427 zur L426 genutzt. Dies erzeugt einen unnötigen innerörtlichen Verkehr. Eine Ausfahrt in beide Richtungen ist durch die hohe Fahrzeugdichte und die nicht angepasste Geschwindigkeit fast unmöglich. Darüber hinaus ist das Abbiegen bei tiefstehender Sonne oder Nebelwetterlagen unmöglich.

Die freie Fahrstrecke auf der L426 verleitet die Fahrzeugführer zu hohem Tempo und zu einer falschen Einschätzung von Geschwindigkeit und Entfernungen. Geschwindigkeiten von 90 – 120 km/h sind trotz der Beschränkung auf 70 km/h die Regel.

Verkehrskontrollen sind sicher punktuell erfolgreich, haben aber keine dauerhafte und nachhaltige Wirkung, zumal die Verkehrsdichte dadurch nicht kleiner wird. Die bisherigen Unfälle dort sind ausschließlich schwerer Natur und haben häufig Todesfälle zur Folge.

Da sich unmittelbar gegenüber der Einmündung der K32 zur L 426 ein Wirtschaftsweg befindet, der den nördlichen Teil der Gemarkung Ober-Olm erschließt, entsteht durch und für den querenden landwirtschaftlichen Verkehr eine weitere Gefährdung. Auch die sichere Überquerung der Landwirtschaft muss in die Betrachtung miteingeschlossen werden, da es sich hierbei um langsam fahrende Arbeitsmaschinen handelt. Dass dies an anderer Stelle für weit weniger Verkehr bereits erfolgreich durchgeführt wurde, belegt z. B. die Ampelanlage an der K 51, die eine gefahrlose Querung für die Landwirtschaft ermöglicht.

Eine weitere Gruppe der Verkehrsteilnehmer sind Fußgänger und Radfahrer, die aufgrund der Nähe zum Ober-Olmer Wald, die Wege zur Naherholung nutzen. Der fehlende Radweg sorgt dafür, dass keine geregelten Routen gefahren werden und deshalb der Übergang an der unsicheren und sehr unübersichtlichen Situation zur K 32 erfolgt.

Die vielen Unfälle und häufige „Beinaheunfälle“, die nicht dokumentiert sind, beweisen, dass hier eine zeitnahe und konsequente Veränderung der Verkehrsführung unumgänglich ist.

Diese Resolution hat der Hauptausschuss und der Gemeinderat in Ober-Olm beschlossen. Hierzu gibt es Unterschriftenlisten, die im Rathaus, der Bücherei und in den Kindertagesstätten ausliegen und in diesem Artikel zum Download bereit stehen. Bitte unterschreiben Sie diese Resolution und unterstützen Sie damit die Forderung. Vielen Dank.