• Der Bronzering

Der Bronzering

Die neun in chronologischer Folge angeordneten Reliefs des abgebildeten Bronzerings weisen auf folgende Ereignisse der Ober-Olmer Geschichte hin: Das erste Relief, zwei Personen um eine Feuerstelle mit Keramiktopf, erinnert an die seit der Zeit um 4000 v. Chr. im Gemarkungs- und Ortsbereich nachgewiesene keltische Besiedlung. Ihm folgt (rechts) die Erinnerung an die von ca. 50 v. Chr. bis ca. 450 n. Chr. dauernde Zeit der römischen Herrschaft.

Ober-Olmer Bronzering

Die beiden nächsten Reliefs mit der Darstellung der Kaiserinwitwe Uta und ihres Sohnes König Ludwig IV. und der daneben stehenden stilisierten Urkunde weisen auf die erste urkundliche Erwähnung von Ober-Olm – unter dem Namen Ulmena – im Jahre 994 hin. In diesem Jahr bestätigt König Otto III. die um 900 erfolgte Übertragung des bischöflichen Hofs in Ober-Olm durch Erzbischof Hatto I. von Mainz an Kaiserinwitwe Uta. Als Ulmena Superior – Ober-Olm wird der Ort erstmals in einer Urkunde 1143 benannt.

Von Sommer bis Herbst 1666 grassierte die Pest, der „Schwarze Tod“, in Ober-Olm. Ihr erlag fast die Hälfte der Familien. Aus dem üblichen Kerbebaum wurde 1792 in Ober-Olm ein Freiheitsbaum mit Jakobinermütze.

Die Siege der Revolutionstruppen führten 1798 zur Vereinigung der Gebiete links des Rheins mit Frankreich. Damit gehörte Ober-Olm bis 1814 zum französischen Departement Donnersberg.

Die züngelnden Flammen des vor - letzten Reliefs erinnern an die Brandkatastrophen, die 1582, 1603, 1783 und 1857 jeweils große Teile des Ortes vernichteten.

Das letzte Relief zeigt über dem Stamm der ehemaligen Ulme die Wappen der seit 1972 partnerschaftlich verbundenen französischen Gemeinde Ramonchamp und der Gemeinde Ober-Olm.

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